„Diese Seite fliegt nicht immer – aber sie taucht auf, wo man es nicht erwartet.“
Beim elektrischen Fahren wird sich das Bewusstsein der Menschen verändern. Während bei flüssigen Kraftstoffen das Bewusstsein bei günstigen Preisen oft nicht entwickelt wird, ist es bei der Elektromobilität anders. Zu viele Informationen sind oftmals nicht die eigentliche Bereicherung. Informationen müssen haltbar und damit druckfest sein, nur dann bringen sie eine gute Zukunft.
Für die Standardnutzer wie mich ist ein Plug-in Hybrid eine Überlegung wert. Wenn für die Einkäufe und den Kindertransport ein Fahrzeug benötigt wird und dazu eine Lademöglichkeit zu Hause besteht, dann ist der Plug-in eine gute, wenn nicht sogar perfekte Alternative zum reinen E-Auto.
Mein Fahrzeug ist vom Konstrukteur her gelungen: Der elektrische Antrieb erfolgt über die Hinterachse, während der Benzinmotor bei Bedarf die Vorderräder antreibt. Dieses Konzept ist elektrisch sehr sparsam, da ein permanenter Allradantrieb, der in der Regel nicht gebraucht wird, vermieden wird.
---Unsere Tochter hat unseren alten BMW 225xe übernommen. Bei der ersten regulären Inspektion hatten wir ein Paket bezahlt, das auch den Ölwechsel umfasste. Das Auto zeigte jedoch an, dass der Ölwechsel erst im nächsten Monat fällig sei. Obwohl das Service-Paket nur bis zu einem bestimmten Datum gültig war, wurde der Ölwechsel verweigert – trotz der Tatsache, dass der Motor bei diesem Plug-in Hybrid aufgrund der Kurzstrecken sehr viel elektrisch fährt und somit die Gefahr von Kondenswasser und Benzin im Öl bestand.
Die tatsächliche Inspektion war überzogen, obwohl der BMW-Server eine Distanz von 60.000 km bis zum nächsten Service anzeigte. Als unsere Tochter das Auto zur nächsten Inspektion brachte, wurde ihr wieder gesagt, dass der Ölwechsel nur gemacht werden dürfe, wenn das Auto ihn anzeigt – aber dann wäre der Paketpreis verfallen. Das ist kein Witz, aber wie eine H-Milch, die man nach dem MHD nicht mehr trinken soll, war das Service-Paket an einen engen Zeitrahmen gebunden.
Jetzt weiß ich: Ich bin ein Schaf und bleibe bei solchen Aktionen brav. Meiner Tochter wurde gleich ein Folgepaket angeboten; sie dachte vermutlich: "Wir sind doch keine Idioten, diese Pakete gehören eigentlich verboten." Aber es kam kurz nach dem letzten Service bei einem offiziellen BMW Vertragshändler noch besser, im Medaillenspiegel für Elektroautos habe ich die Unterseite der Medaille erwähnt.
---Für das Laden zu Hause benötige ich keine Wallbox. Das mitgelieferte Ladegerät und eine Haushaltssteckdose genügen. Das Kabel hängt sauber und trocken in der Garage an der Wand. Was einem Plug-in-Fahrzeug aber noch fehlt, ist ein ausziehbares Kabel, wie man es vom Staubsauger kennt. Ein aufgerolltes Kabel ist unpraktisch, aber eine Lösung mit einem Seilzug in einem Kunststoffrohr im Boden wäre eine clevere Idee.
Ein vorausschauendes Fahren macht sich bei den Daten bemerkbar und macht richtig Laune, wenn man einmal "angefixt" ist. Bei der Massenproduktion an Autos war früher Amerika führend, heute könnte China alle anderen Länder ablösen. Bei meinen Aufzeichnungen kommt ein eher niedriger Verbrauch heraus, der sicher noch etwas nach unten gebracht werden könnte. Ein Verbrauch nach oben zu "pushen" geht natürlich viel leichter.
Bei meinem Plug-in-Hybrid habe ich die Möglichkeit, durch häufiges Aufladen fast alle täglichen Strecken mit Strom zu fahren. Die Entscheidung für ein E-Auto oder Plug-in-Hybrid hängt von den persönlichen Anforderungen und der Bereitschaft ab, sich mit den notwendigen Dingen auseinanderzusetzen.
Ich lade meinen 225xe ausschließlich an der Haushaltssteckdose. Mit dem maximalen Ladestrom von 10 A habe ich sehr gute Erkenntnisse im Alltag gemacht, auch bezüglich der zu erwartenden Lebensdauer des Lithium-Ionen-Akkus. Ich konnte keine Reduzierung der Reichweite nach den wenigen Jahren feststellen. Der Akku bedankt sich mit einem hohen soc_hv_percent.
---Die folgenden Tabellen und Grafiken zeigen meine dokumentierten Verbrauchsdaten. Ich kam über alle Betankungen auf 2,16 Liter pro 100 gefahrene Kilometer.
Die erste Betankung von 35 Litern hat das Autohaus übernommen. Der Vorteil dabei: Selbst wenn die Batterie nicht vollgeladen ist, kann man immer spontan losfahren und hat kein Problem mit der Reichweite. Nachladen tue ich übrigens immer vor einer Fahrt und schaffe es auch größtenteils, unter 80% Ladung zu bleiben.
Durch konsequentes Vorgehen bei allen Verbrauchern (Standby-Verbrauch) und LED-Lampen konnte ich meinen Stromverbrauch bis auf 1987 kWh/Jahr senken. Mit dem Elektroautofahren wurde es dann wieder etwas mehr. Was aber unbedingt noch zu erwähnen ist: Ein Heizen des Fahrzeuges schlägt da schon zu Buche, während beim Verbrenner die Wärme ein Abfallprodukt ist.
BMW 225xe vollgeladen
BMW 225xe ist am Laden
BMW 225xe von oben betrachtet
BMW 225xe neben dem iX3
BMW 225xe als Flugzeugträger
Tanken und Stromverbrauch beim 225xe mit km
Jahresverbrauch vom Strom, damit der Verbrauch vom 225xe transparent wird
Grafik vom Stromverbrauch, damit die Werte vom 225xe transparent werden
Tabelle mit Fahrtstrecken des 225xe, damit der Verbrauch von Benzin und Strom plausibel wird
Dass der Nachfolger kein Verbrenner werden kann, war für uns klar. Nach einer Probefahrt entschieden wir uns für den BMW iX3, da einige Assistenzsysteme und der größere Monitor uns wichtig waren. Welche Nachteile die Elektromobilität haben kann, habe ich auf der Seite zum iX3 beschrieben.
Für so eine Fahrweise werden Luxuslimousinen und Sportwagen nicht gebaut! Der Spaßfaktor kommt über die Möglichkeiten des Fahrzeuges, und bei meinem Plug-in-Hybrid habe ich die Möglichkeit, durch häufiges Aufladen fast alle täglichen Strecken mit Strom zu fahren.
Auf plugme.de gibt es weitere interessante Informationen zum Laden über eine Wallbox.