Scheinsein fällt dem Menschen nicht schwer
Der Drang zur exorbitanten Übertreibung hat späte Folgen. Es wird dem Schein immer wieder neues Licht verschafft, damit das Objekt begafft werden kann. Das betrifft nicht nur Models; viele Menschen stehen gerne im Rampenlicht, um mit ihrem Kapital zu protzen – auch wenn andere dabei "kotzen".
Scheinsein fällt nicht schwer, die späten Folgen umso mehr.
Wer jahrelang nur auf den Schein setzt, verliert die Kausalität aus den Augen. Die Erkenntnis kommt oft erst, wenn der Mensch leidet. Besonders bei der Betrachtung über zwei Generationen hinweg zeigen sich in Familienstrukturen die Risse, die ein "ungeniertes Leben" hinterlässt.
Die Falle der Nachahmung: Das Schachspiel-Prinzip
Beim Scheinsein gibt es einen entscheidenden Nachteil: Die Nachahmung. Wer versucht, den Schein anderer zu kopieren, kommt niemals hinterher.
Ein gutes Beispiel ist das Schachspiel: Selbst wenn du einem Weltmeister jeden Zug eins zu eins nachziehst, wirst du dennoch verlieren, weil du die zugrunde liegende Strategie nicht verinnerlicht hast. So ist es auch im Wettbewerb um "mein Haus, mein Auto, mein Boot". Die "Lügenbrille" mag vorübergehend beflügeln, doch langfristig führt sie ins Leere.
Nachahmer werden einem Negativen auf den Leim gehen.
Beobachtung und Kommunikation
Beobachten ohne Kommunikation hilft niemandem weiter. Nur durch ehrlichen Austausch wird der Mensch gescheiter. Oft tarnen sich Machthaber mit Tränen oder großen Versprechungen, während sie im Hintergrund unschöne Dinge tun. Ob Kim Jong-un, Putin oder Xi Jinping – die Leidtragenden sind immer die Untergebenen, die keine Opposition bilden können.
Aber auch in demokratischen Systemen wie unserem Gesundheitswesen fehlt oft die notwendige Beschwerde-Kultur, um echte Veränderungen herbeizuführen.
Schein vs. Sein in der Medizin: Die Radius-Fraktur
Ein aktuelles Beispiel (Mai 2023) aus der Ärzte-Zeitung zeigt den Konflikt: Eine Studie belegt, dass bei älteren Personen eine konservative Behandlung mit Gips bei einem Bruch (distale Radius-Fraktur) genauso effizient ist wie eine Operation.
Trotz dieser Erkenntnis wird oft zur Operation geraten – so auch im Fall meiner Frau, nur fünf Wochen nach Erscheinen dieses Artikels. Warum? Eine Operation ist ein "Jobmotor". Sie beschäftigt Chirurgen, Anästhesisten, Assistenten und sogar die Wäscherei.
Wenn Arbeit verrichtet wird, die nicht unbedingt nötig ist, geht der Blick für das Wesentliche verloren.
Die Krankenkassen und letztlich jeder Versicherte bezahlen diesen "Schein" von Fortschritt. Vielleicht wird die KI in Zukunft objektiver helfen können, die richtige Entscheidung zwischen Gips und Skalpell zu treffen, anstatt nur das System am Laufen zu halten.
Das Durchschauen des Scheins erfordert Mut zur Realität. Mehr zur Analyse von Lebenslügen und psychischen Schutzschilden findest du auf der Sitemap oder unter Synapsen verschalten.