„Diese Seite fliegt nicht immer – aber sie taucht auf, wo man es nicht erwartet.“
Die Inflation der Werte nach dem Erreichen eines Ziels ist eine zu beobachtende Tatsache, die sich nicht leugnen lässt. Jede Bestrebung erfährt nach dem ursprünglichen Ziel eine paradoxe Änderung in der Wirkung, was quasi einem Wertverlust gleichkommt und in nahezu jeder Wertschöpfungskette auftritt. Erst die Versäumnisse decken später die eigentlichen Probleme auf.
Solche wertvernichtenden Kettenreaktionen werden überall dort erkennbar, wo Systemfehler nicht bereits im Kleinen behoben und damit letztendlich verschleppt werden. Die Analyse dieser Versäumnisse ist nicht schwer, wenn man Transparenz zulässt. Ohne einen Einblick in die Kettenreaktionen wird sich nichts zum Positiven ändern können. Die Schuld liegt nicht in der Unfähigkeit der engagierten Mitarbeiter, sondern bei der Kommunikation und dem Austausch. Über mangelhafte Fehlerkorrekturen ist eine Wertvernichtung bereits im Gange.
Ein beibehalten einer einst gut gedachten Zielvorstellung kann sich bereits nach einiger Zeit in einer Kette von fortschreitenden Inflationen befinden. Der nächste Punkt ist die Gewöhnung. Ohne eine neue Ausrichtung der Ziele werden bereits Erreichte nicht mehr bedeutsam für die gefühlte Wirkung sein. Jedes Ausruhen auf einer zu erklimmenden Leiter hilft dem rasanten Erfolg nicht weiter.
Aber auch beim Ankommen am Ende der Leiter wäre die Überlegung für einen Fortbestand der Wertschöpfung wohl klüger. Sonst helfen die zerstörenden Eigenschaften von den spaltenden Enzymen weiter und es wird quasi zum Geschwür mit Eiter.
Jede Wertschöpfungskette benötigt für die weitere Zeit eine Metamorphose, die bunte Farben wie bei einem Chamäleon hervorbringt.
Politische Macht kommt in Diktaturen aus den Gewehrläufen. Aber auch ein Wortakrobat schneidet scharf, denn Worte können wie ein Messer scheiden – in mancher Hinsicht sogar noch besser.