Wahrnehmung nur über den G-Punkt?
Eine Wahrnehmung ohne den G-Punkt ist wohl nur für den gesellschaftlichen Fortschritt wichtig, aber für die eigenen Gefühle nicht immer richtig. Ohne Resilienz für die Bewertung der Schattenseiten des Lebens, führt es nur zum Überholen der eigenen Erfolge und endet gelegentlich in einem Fluch.
Für den Fortschritt der Menschheit ist das richtig, für die persönlichen Gefühle nicht immer wichtig.
Auch wenn unter dem G-Punkt die Gefühle der Sexualität verstanden werden können, sollte der G-N-Punkt eine Beachtung finden. Es ist der Neutralpunkt für die Wahrnehmung und ohne Reset ist der Fortschritt für das Erkennen nicht nett.
Der G-Punkt ist nicht alles, aber ohne den G-N Punkt ist wohl alles nichts.
Benötigt wird wohl der Auto-Reset, dann ist das Leben gefühlt oft nett, dass geht auch oft, außerhalb vom Bett. Nur wenn es rauf geht und dann wieder runter, bleibst du für die Wahrnehmungen munter.
Meine These vom Gefühls-Neutralpunkt (G-N)
Nichts ist rein schlecht und selten etwas nur gut. Aus meiner Sicht betrachtet ist die Summe der geistigen "Lebenssäfte" -die den Gefühls-Neutralpunkt umgebenden Wahrnehmungen- immer NULL. In der Gesamtheit betrachtet ist dieser Nullpunkt ein Gefühls-Neutralpunkt (G-N), er wird zum arithmetischen Mittel unserer wahrgenommenen Wirkungen.
Trinken ohne Seelenlast, damit der Wassergehalt zum Leben passt.
Ähnlich wie in der Mathematik das Mittel einer Zahlenreihe, nivelliert unsere Psyche die Erlebnisse. Das bedeutet nicht, dass Engagement im Kapitalismus oder in der Leistungsgesellschaft sinnlos ist, aber die eigentliche Differenz und damit das empfundene Glück oder Leid entsteht nur im Vergleich zwischen den Menschen oder den eigenen Zuständen.
Hast du dich schon einmal aufgeregt und den Ablauf der Gefühle überlegt?
Nest-Wärmedifferenzen haben so lange Bestand, bis sich eine Lösung fand.
Der G-N in extremen Situationen
Der Gefühls-Neutralpunkt stellt sich unabhängig von der Intelligenz ein. Er ist ein Programm unserer Psyche, das auch in widrigen Umgebungen die Gefühle überleben lässt. Ohne Gefühle wäre der Mensch ja quasi tot und hätte dann auch keine seelische Not.
Es folgt ein Beispiel, was Menschen wohl überleben lässt.
Ein Häftling in einem Lager wird seine eingeschränkte Bandbreite an Wahrnehmungen neu aufteilen. Eine zusätzliche Portion Suppe oder ein Tag ohne Misshandlung wird oberhalb des G-N als "gut" empfunden, obwohl die Gesamtsituation objektiv katastrophal ist.
Auch beim Waterboarding, wie es aus Guantanamo berichtet wurde, stellt sich wohl dieser Effekt ein: Wenn die Qual an Feiertagen weniger intensiv wäre als an Wochentagen, bewertet das Individuum dies über seinen G-N als positiven Moment im Elend.
Das Gehirn "bastelt" sich eine relative Wahrheit, um handlungsfähig zu bleiben.
Psychotherapie und ihre Dynamiken
Oft wird gefordert, Partner oder Familien in eine Therapie einzubeziehen. Was theoretisch gut klingt, scheitert oft an der praktischen Anwendbarkeit. Der wichtigste Frieden ist ohnehin der Frieden mit sich selbst.
Eine Psychotherapie beginnt meist dort, wo ein Mensch an einem Punkt angelangt ist, von dem er sich aus eigener Kraft nicht mehr wegbewegen kann. Viele versuchen, diesen Punkt durch "Ausweichmethoden" wie Alkohol zu umgehen.
Während das erste Glas Bier vor 30 Jahren vielleicht noch eine befreiende Wirkung hatte, führen Suchtmittel langfristig nur in die Enge, ohne echte Vorteile zu bieten. Die Sucht findet nur auf der einen Seite vom G-N Punkt statt.
Raketen-Metapher: Verlassen der alten Flugbahn
Unser Umfeld wirkt auf uns wie die Gravitation auf ein Geschoss. In der klassischen Ballistik beschreibt das Leben eine Parabel und kehrt zwangsläufig zum Boden zurück. Wenn dieser Boden jedoch unfruchtbar ist, kommen wir ballistisch nicht weiter.
Hier hilft das Rückstoßprinzip einer Rakete: Um die gewohnte Flugbahn (und damit die alten Gesetze des Umfelds) zu verlassen, braucht es einen eigenen Antrieb. Man wechselt die Basis seines Lebens.
Wer diesen Antrieb nutzt, kann neue "Kontinente" der Wahrnehmung erreichen, muss aber die Verantwortung für seine "Nutzlast" – also seine Handlungen und deren Wirkungen – selbst tragen.
Die Schweißerbrille der Gesellschaft
In unserer rasanten Welt nutzen viele eine "Schweißerbrille" als Ablenkung von sich selbst. Man blendet störende Wahrnehmungen aus, um am angedachten Weg festzuhalten. Doch wer mit einer Schweißerbrille ein Rennen fährt, wird unweigerlich aus der Kurve fliegen.
Reichtum wird oft als Ziel verherrlicht, doch er ist häufig eine Illusion. Wahrer Reichtum ohne inneres Gleichgewicht führt zu Radikalisierung oder tiefer Unzufriedenheit bei jenen, die sich ausgeschlossen fühlen. Wenn Religionen dann als Werkzeug für Polarisierung missbraucht werden, entsteht Intoleranz statt Frieden.
Das Gehirn sucht sich seine eigene Wahrheit, den Worte ohne Bezug versteht es nicht.
Nur wer lernt, Spannungen rechtzeitig wahrzunehmen, anstatt sie zu umgehen, bleibt dauerhaft handlungsfähig. Der Gefühls-Neutralpunkt hilft uns zu überleben, aber die bewusste Kurskorrektur – ohne Schweißerbrille – ermöglicht es uns erst, ein Ziel zu erreichen, das wir auch wirklich verstehen.