Etikettenfehler und schlaflose Nächte
Warum bringen Etikettenfehler schlaflose Nächte zustande? Das Bauchgefühl kommt mit dem falschen Inhalt einer Flasche nicht zurecht. Die Psyche hat den warnenden Pfeifton längst ausgeblendet, während wir das Wasser aus der falschen Quelle trinken.
Man kann wohl kaum aus den Pfützen das Wasser trinken und damit gesund bleiben.
Wenn das Etikett die Wahrnehmung übersteuert, hat die Interferenz zugeschlagen und das ist später schwer zu ertragen. Um die Rückkopplung zu begreifen, muss es noch nicht einmal Pfeifen.
Pfeift es aber im Ohr, kam wohl eine Laufzeitverzögerung vor.
Dann hatte der Schwindel zur Verpackung gepasst. Denn Etiketten können die Sicht auf die Realität versperren.
Etikettenschwindel ist bei Laufzeitverzögerung schwer erkennbar
Gibt es noch Etiketten ohne Fehler oder werden nur die inhaltsreichen Etiketten von den Fehlerbehafteten überdeckt? Ein Etikettenschwindel ist bei Laufzeitverzögerung nur schwer erkennbar. Die Laufzeitverzögerung verhindert den ansonsten auffallenden Ton.
Bei einem Verstärker kennen wir den Ton bereits schon, wenn das Signal von einem Mikrofon, nicht mit einer Laufzeitverzögerung die Rückkopplung unterbindet.
Eine Rückkopplung wäre für den Produzenten von einem Etikettenschwindel aber gefährlich, denn der einst gut geglaubte Saft - einer vielleicht inhaltsleeren Flasche - würde dann nicht mehr in diesem Ton ankommen. Mit der Tonleiter geht es dann weiter, insofern ist der schleichende Etikettenfehler gescheiter.
Nach unseren Gefühlen handeln wir oft spät, obwohl das Bauchgefühl es schon zuvor versteht.
Sei es bei der Werbung oder bei einer Therapie, die möglichen Abweichungen sind so groß, wie bei der menschlichen Phantasie. Den medizinischen Beipackzettel sollte man lesen, er hilft aber kaum, zum seelischen Genesen. Bei sehr großen Schmerzen, will den auch sicher niemand mehr lesen.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Während früher das Vertrauen in Premiumhersteller wohl noch berechtigt war, könnte heute die Kontrolle wohl die bessere Alternative sein. Sonst bist du mit dem Ergebnis wohl allein.
Ob das nun die Diagnose von einem ausgeklügelten Auto oder die Behandlung in einem Krankenhaus ist, wenn es schief läuft, ist es Mist, auch wenn es in der Regel die Masse wieder vergisst.
Das sieht man auch stets nach einer Wahl, auch wenn das Ergebnis wird zur Qual.
Gegen Etikettenschwindel hilft nur die Kontrolle. Das wird bei sehr vielen Etiketten aber schwer, da kommt dann keiner mehr hinterher. Die Verblendung beim Menschen wiegt dann schwer.
Wenn bei dir der Tinnitus pfeift & Erkenntnis reift
Dann hat dein Gehirn bisher eine meisterhafte Schutzleistung vollbracht und mit der Dämpfung deiner Bauchgefühle ganze Sache gemacht. Mit der Etiketten-Rückkopplung kriegen wir das manchmal in den Griff, es sei den, wir sind auf dem falschen Schiff.
Manchmal gewöhnen wir uns so sehr an das falsche Etikett, dass wir vergessen, wie sich Klarheit anfühlt. Wir trinken aus Pfützen, weil wir das Pfeifen der Warnsignale gedämpft haben. Es ist keine Dummheit, es ist lediglich ein Systemfehler, der sich aber auch korrigieren lässt.
Hörst du das Pfeifen noch?
Anderen beim Trinken aus den Pfützen zuzuschauen, während man selbst weiß, wo die klare Quelle sprudelt, tut weh. Ein Etikettenfehler kann sich bei jedem Hinweis einschleichen und uns auf einen falschen Weg eichen.
Um nicht zu zerbrechen, blendet die Wahrnehmung den Schmerz aus. Man funktioniert zwar noch, aber das "Etikett" hat die Original-Persönlichkeit übertönt. Der Stress entsteht, das System (die Seele/der Mensch) beginnt zu "pfeifen".
Wenn ein Etikett (eine falsche Erwartung, ein Vorurteil oder eine soziale Rolle) dauerhaft auf einen Menschen oder eine Situation einwirkt, erzeugt das erst Stress (Rückkopplung/Pfeifen). Aber irgendwann "regelt" die Psyche ab, um sich zu schützen--man hört das Pfeifen nicht mehr, aber der Schaden am System bleibt.
Das Phänomen der emotionalen Abstumpfung oder der psychischen Gewöhnung, ist quasi ein Tinnitus der Seele und auf diese Seelenlast kannst du pfeifen. Du musst lediglich die Zusammenhänge begreifen.