Sonnenbaden - danach folgt die Behandlung

Meine Behandlung in der Hautklinik Heidelberg musste nach dem Sonnenbaden erfolgen. Sonnenbaden mit anschließendem Hautkrebs ist nichts wert! Denn nach dem übermäßigen Sonnenbaden wird dir die PDT-Behandlung schaden.

Zumindest vorübergehend auf der Haut, es wäre besser wenn es dir vor dem Sonnenbaden graut. Denkst du jedoch nicht an Morgen, hast du mit dem Sonnenbaden "heute", keine Sorgen.

PDT-Behandlung nach Sonnenbaden

Wie kann ich mit einer PDT-Belastung umgehen? Am besten wäre es natürlich, es würde erst gar nicht dazu kommen. Mit etwas Grauen vor dem Sonnenbaden kannst du vielleicht die Texte besser verdauen. Es könnte zu einer häufigen Frage werden, bei entsprechend wahrgenommenen Ereignissen, wenn uns die Lebenswirkungen einholen.

Es macht schon nachdenklich, wenn bereits vorhandene Vordenker ignoriert wurden. Dazu sind mir einige Gedanken entstanden.

Meine Informationen sind allerdings nur laienhaft, dafür habe ich die PDT selbst erlebt. Dazu hier der folgende Erfahrungsbericht mit Bildern von den Auswirkungen der photodynamischen Therapie, aber auch etwas von ihrer Vorgeschichte.

Die Hautklinik hatte mir schöne Tage beschert, mein Sonnenbaden war es nur ironisch wert. Jetzt rede ich aber seitenverkehrt, weil der Dimmer im Kopf das so begehrt. Heute meide ich die Sonne und lebe trotzdem teils mit Wonne, das ist im Leben ja das Tolle.

Modellfliegen auf einer Wiese in St.Leon-Rot, braungebrannt vor der PDT-Behandlung
Modellfliegen auf einer Wiese in St.Leon-Rot, braungebrannt vor der PDT-Behandlung.

Heute ist ein Freitag im doppelten Sinne: Einmal im Kalender und einmal der erste freie Tag nach meiner PDT.

Bei mir wurde eine aktinische Keratose diagnostiziert. Das erstaunte mich eigentlich schon, obwohl ich mich kaum eincremen musste, da ich ja sehr schnell braun wurde.

Ich hatte vor der PDT bereits eine Behandlung einer kleinen Hautfläche mit einer Salbe hinter mir, die allerdings nur sehr kleinflächig angewendet werden darf und somit für den notwendigen Schritt nicht brauchbar war.

Verantwortlich für diese Hautkrebsvorstufe bin ich selbst. Ich folgte einem blödsinnigen Ideal mit der gesunden Bräune. Dabei hatte ich es auch noch übertrieben und dachte:

Brauner gebrannt, wird gleich als gesünder erkannt.

Zu meinem Sonnenbaden kam dann noch die ohnehin zu starke Sonnenbelastung durch das Modellfliegen hinzu. Die Hälfte seines Lebens, wartet der Segelflieger ja vergebens.

Nicht bei Regenwetter auf dem Platz, manchmal scheint die Sonne sogar auf eine Glatze.

Der Gedanke, krank werden ja nur die anderen, ist auch ein guter Begleiter für einen schlechten Weg - sonst gäbe es ja keine schlechten Wege mehr.

Die PDT ist leider auch mit entsprechenden Schmerzen verbunden. Dazu gibt es aber von der Klinik verabreichte Schmerzmittel, die auch individuell an die Bedürfnisse der Patienten angepasst werden.

Für mich stellte sich die Frage, ob ich die mir verordneten Schmerzmittel komplett nehmen sollte. Schmerzmittel haben auch Nebenwirkungen.

Von Mitpatienten hatte ich erfahren, dass diese noch Schmerzen während der Anwendung einer PDT hatten. Auf die Bedürfnisse der Patienten wurde eingegangen und die Dosis des Schmerzmittel auf den Patienten angepasst.

Ich habe jedenfalls in einem nicht vorhersehbaren Versuch, die Medikamenteneinnahme für die Behandlung der Stirn auf ein Viertel reduziert, also auf 200 mg Ibuprofen. Spannend war es schon abzuwarten, wie das wohl werden wird. Ich hatte mich jedenfalls schon auf dem Weg dorthin mit diesem Gedanken auseinandergesetzt.

Bei der Wange wurde mir da aber doch etwas bange, hatte ich doch schon bei der ersten Behandlung auf der Stirn das Medikament reduziert. Da kamen zu den 800 mg Ibuprofen noch eine Novalgin-Tablette hinzu. Vor Nachahmungen kann ich nur abraten, es wäre auch unfair, wenn dadurch die Behandlungspläne in Mitleidenschaft geraten würden.

Es geht mir lediglich um die zusätzlich mögliche, unterstützende Wirkung bei einer eventuell brauchbaren psychischen Geisteshaltung. Ich bin aber weder schmerzunempfindlich noch bin ich hart im Nehmen, habe sogar jedes Mal eine tierische Angst vor einer Blutentnahme aus der Vene, obwohl das in aller Regel nicht wehtut!

Meine geistige Haltung während der Bestrahlung war etwa, die Intensität der Schmerzen in einen Bezug zur zellzerstörenden Wirkung zu bringen. Der von mir befürchtete Raketenstart blieb aus und die Bestrahlung war gefühlt viel schneller vorbei.

Damit das Ganze aber auch zumindest etwas besser verstanden werden kann, habe ich ein paar lustige Bilder von meinem Maskenball in der Hautklinik Heidelberg.

Was hat das aber mit einer Belastung zu tun? Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Du kannst dich sonnen immer weiter und irgendwann bist du gescheiter. Ich wäre aber dennoch so tolerant, dir dabei zuzusehen. Dann hättest du halt später einmal die gleiche Frage für dich zu beantworten: Wie soll das jetzt weitergehen? Das könnte dann schon belastend werden.

Für die Behandlung war ich drinnen, beim Sonnen war ich draußen - heute kann es mir davor grausen. Die Sonne brannte beim Segelflugwetter sehr, aber das Ergebnis lastet als Seelenlast schwer.

Gesichtsreaktion nach PDT-Behandlung mit geschwollenen Augen
Nachwirkung der PDT: Erst schwillt ein Auge an, dann das zweite – eine Belastung, die man durchstehen muss.
Eingang der Hautklinik Heidelberg vor der PDT Behandlung
Der Weg zur Besserung: Am Eingang der Hautklinik Heidelberg vor der PDT-Behandlung.
Zustand der Haut direkt nach der PDT Behandlung in Heidelberg
Unmittelbar danach: Die Spuren der PDT-Behandlung in der Hautklinik Heidelberg sind deutlich sichtbar.

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