Entstehung einer Website mit HTML5
Mein Weg begann mit einem Versprechen: unbegrenzter Speicherplatz, kostenlos, einfach. Doch was als Ideal erschien, entpuppte sich als technischer Trugschluss. Dieser Bericht dokumentiert die schmerzhafte, aber heilsame Transformation vom Baukasten-Nutzer zum eigenständigen Web-Gestalter.
Der Irrglaube vom einfachen Erfolg
Ein Homepage-Baukasten suggeriert schnelle Präsenz ohne Fachwissen. Doch ohne HTML-Kenntnisse oder SEO-Verständnis wurde mein Webauftritt zu einem Höllenritt. Ich verglich das System mit Lego, doch dem Bauwerk fehlte die Statik. Der fehlende Zugriff auf den Code und das canonical tag verhinderten jegliche echte Sichtbarkeit. „Wer schreibt, der bleibt“ gilt im Netz nur, wenn die Suchmaschine den Text auch lesen kann.
Forenkultur und „unentgeltliche Helfer“
In der Telekom-hilft Community investierte ich Zeit, um anderen bei der Verwaltung ihrer Baukästen zu helfen. Ein System, das auf die Zuwanderung von Website-Betreibern setzt, um Support-Kosten zu sparen. Die Beiträge bleiben Eigentum des Betreibers – eine Erkenntnis, die mich letztlich zum Auszug aus dem „fremden Haus“ bewegte.
Vom Baukasten zu HTML5: Der Weg aus dem Sumpf
Der Umstieg auf HTML5 war anfangs mühsam, doch er beendete die „Überlebenslast“. Die Einarbeitung in eigenen Code schenkte mir die Kontrolle zurück. Fehler wurden von Blockaden zu Lehrmeistern. Heute bereitet mir die technische Gestaltung Freude, da ich die „Statik“ meines digitalen Hauses selbst bestimme.
„Wahre Freiheit liegt in der geistigen Fähigkeit, die eigenen Lebenslasten in Erkenntnis zu verwandeln.“
Der Konflikt als Katalysator
Die Auseinandersetzung mit der Forenleitung und das Schicksal von Weggefährten wie „Mister X“ waren prägend. Durch Sperren und Software-Wechsel wurde deutlich: Wer sich auf fremden Plattformen bewegt, ist Gast in einem System, das Eigenwilligkeit oft mit Ausschluss bestraft. Diese „Kriegsführung“ war meine Ausbildung zum autodidaktischen Webdesigner.
Reifung und Unabhängigkeit
Heute nutze ich einen professionellen Hoster, lade Dateien via FTP hoch und erstelle meine Seiten selbst. Kein Text-Chaos mehr, kein „Gefressenwerden“ von Inhalten. Meine Website ist kein kommerzielles Projekt, sondern ein dynamisches Spiegelbild meiner aktuellen Meinung – dauerhaft im Aufbau, aber frei von fremden Zwängen.
Übersicht: Projekt Homepage
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