Reale Fahrt mit dem BMW iX3--Verbrauch 12,3kWh/100km
Eine reale Fahrt unter echten Bedingungen zeigt mehr als jede Teststrecke. Hier dokumentiere ich eine reale Alltagsfahrt mit dem BMW iX3--ohne Tricks, im ECO-Modus, einfach so, wie das Leben sie schreibt. Diese Eindrücke zum Verbrauch sind so haltbar, wie ein Zeichen in einem gebrannten Tonziegel.
Allein die 30er Zonen der Stadtfahrt würden den Verbrauch bei einem Benziner in die Höhe treiben.
Damit hierbei keine Zweifel entstehen, ich würde mein Einverständnis gegenüber BMW erklären, die Fahrdaten zu veröffentlichen. Vermutlich wäre bei einer Vorkonditionierung des Fahrzeuges über den Fast Charger, - natürlich auch über eine Wall Box - der Verbrauch niedriger gewesen.
Sogar ein Rangieren war dabei, denn mit dem abladen eines Gipssilos gab es in der Scheffelstraße in Ettlingen ein Problem, was im Anschluss zu einer anderen Route führte, bei der ich mich noch verfranzt hatte.
Rahmendaten der Fahrt
- Datum: 17.04.2026
- Strecke: St. Leon-Rot Am Kehrgraben 6 → Ettlingen im Ferning → Rewe Einkaufszentrum → Baumarkt in Weststadt → St. Leon-Rot Garage
- Gesamtdistanz: 103,2 km
- Außentemperatur: 8°C
- Vorkonditionierung: Fahrzeug wurde vorgeheizt
- Fahrprofil: Stadt / Landstraße / Autobahn
- Fahrstil: für mich normal, für andere vielleicht angespannt
Verbrauch und Effizienz
Der BMW iX3 zeigte sich auf dieser Strecke von seiner effizienten Seite. Trotz realer Bedingungen und mehreren Stopps lag der Verbrauch bei:
12,3 kWh/100 km
Für ein Fahrzeug dieser Größe und Masse ist das bemerkenswert. Besonders interessant ist, dass die Vorkonditionierung den Verbrauch nicht negativ beeinflusst hat, sondern eher für einen stabilen Start sorgte. Ich hatte wegen Rückenproblemen die Vorkonditionierung benötigt und habe dafür keinen Anschluss an das Ladegerät verwendet.
Streckenbeschreibung
Die Route führte von St. Leon-Rot nach Ettlingen im Ferning -zu meiner Mutter-, danach Zwischenstopp beim REWE Center, es folgte eine Fahrt zum Gillet Baumarkt in Ettlingen West und wieder zurück im Ferning. Danach ging es erst einmal nach St. Leon-Rot in die Garage und später noch einmal zum einkaufen vor Ort ins Schiff, dort sind unsere Märkte Aldi, Lidl und REWE. Es war eine typische Alltagsfahrt: Besuch, Einkäufe, kurze Wege, längere Abschnitte--ein realistischer Mix, wie er im Leben vorkommt.
Gerade solche Fahrten zeigen, wie sich ein Elektroauto wirklich verhält, wenn man es nicht schont, sondern einfach nutzt.
Persönliche Eindrücke
Das Auto fühlte sich für mich gut an. Ich habe zum ersten Mal die elektrischen Verstellmöglichkeiten der Lordosenstütze permanent verwendet, um meinem Rücken etwas Entspannung zu geben, da ich Rückenprobleme hatte.
Auf der kürzest möglichen Fahrtroute vom REWE Center in Ettlingen zum Gillet Baumarkt gab es eine notwendige Einrangierung, da ein abzulassendes Gipssilo vom LKW nicht so wollte, wie es wohl geplant war.
Dann hatte ich mich noch verfranzt und wollte umkehren. Leider haben etwa 20 m Einbahnstraße den Rückweg blockiert und ich musste eine Umleitung hinnehmen.
Solche Fahrten erinnern daran, dass Effizienz nicht nur aus Technik entsteht, sondern auch aus dem Zusammenspiel von Strecke, Temperatur, Fahrweise und dem eigenen Zustand.
Fazit
Diese Fahrt zeigt erneut, dass der BMW iX3 im Alltag deutlich effizienter sein kann, als viele Testberichte vermuten lassen. Mit einem Verbrauch von 12,3 kWh/100 km auf über 103,2 Kilometern liegt er auf dem Niveau deutlich leichterer Fahrzeuge. Das war der Verbrauch für die beschriebenen Teilstrecken.
Zuhause erfolgte eine weitere Fahrt zum Einkaufen vor Ort beim "Schiff", unserem kleinen Einkaufszentrum in St. Leon-Rot. Die Verbrauchswerte sind für diesen Tag bei insgesamt 12,3 kWh/100 km geblieben. Nur die gefahrenen Kilometer haben sich erhöht--sonst wäre ich ja nicht gefahren.
Realfahrt-Analyse: Mit Präzision nach Ettlingen
Die Tagesstrecke von 105,7 km war der ultimative Test für das Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Während viele Elektroauto-Kritiker nur auf das Leergewicht von 2.255 kg starren, zeigt die Praxis, dass Effizienz kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von vorausschauendem Handeln.
Die harten Fakten:
- Verbrauch: Trotz emotionaler Berg- und Talfahrt konnte ich Werte realisieren, die mancher Kleinwagen nicht erreicht. Mein Rekord auf Kurzstrecke lag sogar bei phänomenalen 10,8 kWh/100km, die ich auch dokumentiert habe..
- Langzeit-Effizienz: Über einen Zeitraum von 4 Jahren halten wir einen Schnitt von 15,2 kWh/100km--ein Wert für das Guinness-Buch, wenn man das Gewicht und die 20-Zoll-Bereifung bedenkt, die hinten zudem noch eine 275er Breite hat.
- Physik schlägt Technik: Rekuperation gewinnt maximal 60 % der Energie zurück. Ein schwebender Gasfuß ist durch nichts zu ersetzen.
Unsere Philosophie bei Familie Ebert ist klar: "Wer mit einem sauberen Auto langsam fährt, wird länger gesehen." Das schont nicht nur die Nerven und den Geldbeutel, sondern ist auch ein aktiver Beitrag für die Umwelt.